Familie August 2015

Woche vom 03.08. bis 09.08.2015 - Welcome to the Neighbourhood!
Am Montag kommt endlich Kiste 6 - nun ist das Campingzeug fast komplett.
Den Tag verbringen wir ansonsten mit Lesen und mal wieder Abhängen, also süssem Nichtstun. Am Abend leiht Marko den Rasenmäher vom Nachbarn aus und mäht wie ein Landlord das zu unserem Haus gehörende Weideland.


The Mowing Machine Marko (MMM)
Danach verschwindet er mit einem Dankeschönbier zum Nachbarn und kommt erst später mit froher Kunde zurück - nämlich einer Einladung für Anja zum Mädelstreffen am kommenden Mittwoch. Na toll!

Am Dienstag stehen mal wieder alle Zeichen auf Baden. Zuerst fahren wir ins Dicks und kaufen auch für den lieben Till Flossen, damit die Beiden nach Muscheln tauchen können. Am See ist es ziemlich windig, so dass wir nach verhältnismäßig kurzer Zeit abbrechen müssen. Am späten Nachmittag fahren wir mit Marko nach Dearborn, um ein Auto bei einem Autohändler in Augenschein zu nehmen. Die Gegend sieht wahrlich nicht vertrauenserweckend aus, so dass wir nur einen kurzen Blick auf das Auto werfen und uns schnell dagegen entscheiden.

Der Mittwoch steht ganz im Zeichen der Nachbarschaftskontakte, da Anja den ganzen Tag an nix anderes denken kann. Was bringt man denn da so mit - Sekt geht immer, zumindest bei Anja!
Zur Erinnerung: Nachdem Marko vor zwei Tagen erfolgreich den Rasenmäher von Diane und Kurt ausgeliehen hatte und vom Dankeschönbier eine Einladung für Anja mitgebracht hat, sind wir auch in der Neighbourhood angekommen. 
Hinter dem Mädelstreffen verbirgt sich folgendes: 13 Frauen (soviel waren es zumindest heute) aus der Nachbarschaft treffen sich einmal im Monat an einem Mittwoch und schnattern bis der Arzt kommt. Zur Tarnung wird vorgegeben, dass man "Bunco" spiele. Das ist ein Würfelspiel, in dem in Teams möglichst viele Einsen, Zweien, Dreien, Vieren, Fünfen und Sechsen gewürfelt werden müssen. Dazwischen, daneben bzw. währenddessen wird gesnackt und getrunken - und eben geredet. War ganz schön anstrengend für mich, da sich meine Redegeschwindigkeit und Wortvielfalt ja sicher sehen lassen können, aber eben nicht in Englisch. Überhaupt war ich ganz schön aufgeregt, aber von nix kommt ja nun mal nix und nach ein paar Gläschen Bowle ging es. War ein netter Abend. Marko hat in der Zwischenzeit die Kinder durch die Siedlung gescheucht - joggen muss sein und sich danach bei UNO fertig machen lassen.
Heute kam übrigens wieder kein Päckchen!!!

Der Donnerstag verläuft ohne größere Aktivitäten. Marko geht am Abend mit den Kindern noch ´ne Runde joggen.

Am Freitagmorgen wird ein weiterer wichtiger Schritt zur Verbesserung der Selbstständigkeit in Amerika getan. Marko hat heute Urlaub und beantragt im Secretary of State in Livonia einen amerikanischen Führerschein. Dazu bedarf es lediglich eines ausgefüllten unscheinbaren Antragsformulars, einer englischen Übersetzung des deutschen Führerscheins, zweier Nachweise zum Wohnsitz in Novi, der Vorlage der social security number und 25 Dollar. Außerdem noch einmal Lächeln bitte und das wars. In zwei Wochen wird der Führerschein zugeschickt und dann hat Marko so etwas ähnliches wie einen amerikanischen Personalausweis - zumindest kann man das Dokument dann wie einen solchen einsetzen.

07. - 09.09. - MotoGP auf dem Indianapolis Motor Speedway
Am frühen Nachmittag geht es auf in Richtung Indianapolis. Bis zu unserem Hotel in Andersen, Indiana, sind es 4 Stunden Fahrt. Wir fahren zunächst bis Dundee und gehen dort ins Cabela`s. Der aufmerksame Leser erinnert sich vielleicht, dass Marko von diesem Outdoorladen bereits im Juni berichtet hat. Dort bringen wir so etwa 2 Stunden zu und bestaunen die Dinge, die man so unter freiem Himmel, in der Wildnis oder wo auch immer einsetzen kann. Ganz ohne Einkauf kommen wir natürlich nicht aus dem Laden raus - war nicht anders zu erwarten!
Nach einer kleinen Stärkung fahren wir bis ins Red Roof Inn nach Andersen und checken in ein kleines, kleines Zimmer ein. Die Erkundung der Innenstadt ist schnell erledigt, denn da gibt es nicht viel zu sehen. Leider ist Andersen ziemlich heruntergekommen. Viele leerstehende Läden deuten auf eine wohl ganz erfolgreiche Vergangenheit hin, die nicht bis Heute gehalten hat. Nach etwas Suche finden wir ein nettes Lokal mit dem schönen Namen Montana Mikes Steakhouse und lassen es uns dort gut gehen.

Am Samstag starten wir gefühlt sehr früh - so irgendwas zwischen 8 und 8:30 a.m. und fahren nach Indianapolis.



Der Speedway ist schnell gefunden und ein guter Parkplatz direkt davor auch. Am Training scheint wohl noch nicht ein so großes Interesse zu bestehen.
Auf dem Gelände ist jede Menge los und man kann ziemlich nah an alles ran. Bereits am ersten Merchandisingstand geht Marko ziemlich fest und als es dann laut wird auf dem Ring dreht er fast durch ...

Wir verbringen den ganzen Tag zwischen KTM, Ducati, Yamaha und Co und das ist schon echt cool. Auch für die Kinder gibt es jede Menge Abwechslung. Man kann sie sogar in einem Kidsclub abgeben - also die anderen Kinder ...

Hier ein paar Impressionen:
 




















Am späten Nachmittag verlassen wir den Speedway und fahren nach Indianapolis Downtown.
Dort erwarten uns neben der Skyline zigtausend Motorradfahrer auf oder neben ihren Maschinen. Gut, es sind in der Hauptsache Harleys zu finden, aber auch das eine oder andere richtige Motorrad. Es ist der Hammer, wie viele Maschinen hier auf einem Platz aufgereiht sind. Sie fahren einträchtig mit der Polizei Runden in der City, die Geräuschkulisse ist einzigartig ...


Wir genießen das Ganze von einem Tisch im Hard Rock Cafe aus.

Am 15.08. kommt dann endlich Box Nr. 7 mit der PS3. Hier fehlt zwar noch das HDMI Kabel, doch das wird kurzer Hand über Amazon in China bestellt - was für eine komische Welt!


15.08. - Woodward Dream Cruise
- seit 20 Jahren nostalgische Rallye von 50er/60er Jahre Oldsmobilen der MotorCity entlang der Woodward Ave (Amerikas erstem Highway!) nach Downtown Detroit (ca, 50 Meilen).
- 1995 besuchten ca. 250.000 Menschen dieses Schaulaufen der Oldtimer, heute sind es ca. 1,5 Mio. Besucher und ca. 40.000 Oldtimer.
Burn-Out mal anders ...
Woodward Ave., Home of the Dream Cruise



















Pause mit Turkey-Leg und Funnel Cake (eine Mischung aus suessem Langos und "Klecker-Krapfen")
Die Blues-Brothers sind auch dabei
16.08. - Richters inkl. Anna und Alica zu Besuch, Mexikanisch gekocht, Cocktails getrunken, im Garten gespielt und viel gelacht

20. - 23.08. - Urlaub an der Westküste Michigans / Grand Haven
Der School-Transition Day wurde auf den 24.09. verschoben. An diesem Tag werden die Kinder in der Schule angemeldet. Das durchkreuzt allerdings unsere Urlaubsplaene. Wir werden somit erst einmal 4 Tage an die Westkueste Michigans fahren und uns zwischen
Holland und Muskegon entspannen. Hier sind herrliche Straende mit sehr feinem Sand. Es fuehlt sich an, als ob man an einem Meer steht: hohe Wellen (am Tag der Ankunft ist es kalt und stuermig), einen Leuchtturm, eine Mole ... aber kein Salzgeschmack auf den Lippen.
Das ist schon irgendwie komisch.


Der Donnerstag ist ziemlich stürmig - an Baden gehen ist nicht zu denken ...
... die Gischt sprüht wie ein warmer Sommerregen ins Gesicht.
Unser Lager schlagen wir auf dem Campground im P.J. Hoffmaster State Park auf. Als Abendbrot suchen wir uns dann ein Fish&Chips Laden raus (Long John Silver´s). Wir holen uns eine nette Auswahl von Fisch, Huehnchen (diese Sorte Fisch gibt es nur hier!), Krabben, Garnelen und Chips - alles schoen ausgebacken. Die tschechische Kochkultur des Frittierens hat sich bis hierher durchgesetzt.

Abendessen bei Fish&Chips am Beach von Muskegon

Am Abend machen wir dann noch ein kleines Feuerchen. Das ist total entspannt hier. Jeder Zeltplatz hat eine eigene Feuerstelle, das Feuerholz gibt es am Eingang gleich dazu. Also machen wir uns (verbotener Weise) ein Bierchen auf, giessen es in einen IKEA Becher (Alcohol strictly prohibited!) und machen es uns noch ein paar Minuten gemuetlich.

Dann muss erst einmal das geborgte Zelt aufgebaut werden.
Danach gibt es ein gemütliches Lagerfeuer mit Geschichten.
Am Freitag gehen wir an den "Haus-eigenen" Sandstrand - vom feinsten.
- baden gehen, Melone essen, chillen
- abends gehen wir nach Muskegon was essen

Hausstrand, 3 Min Waldweg vom Zeltplatz entfernt.
... wir haben ihn (s)till gelegt ...


Abendstimmung am Strand von Muskegon

Am Samstag gehen wir in Grand Haven an den Strand. Auch sehr schoen, aber kein Schatten. Puh!!!
Am Nachmittag treffen wir dann noch die Richters, die mit ihren 2 Maedels aus Dt. noch einmal einen Tagesausflug hierher machen.
Wir gehen dann nett essen (Name???) und schauen uns die Lichtshow an.


Der Sonntag ist verregnet, sodass wir noch ein wenig herumfahren (Küstenstrasse von Muskegon nach Holland) und uns dann auf den Heimweg nach Hause machen.

Am 24.09. besuchen wir dann die Hillside Middle School, um die Kinder anzumelden.
Hierbei stellt sich heraus, dass wir noch einen weiteren Termin beim Northville Public School Council brauchen und heute die Kinder ihre Schulpläne noch nicht bekommen...
Wir machen also einen Termin für den 04.09. für ein "official interview", in dem wir all unsere Dokumente vorzeigen können.

Marko verbringt den Nachmittag damit, den neu erworbenen Gas-Grill aufzubauen.
Hier bin ich erst einmal als Handwerker gefragt ...
... nach 2h sieht es fast schon wie ein Grill aus.
Die Hostess präsentiert das vollendete Werk.
Es gibt 2 New York Strip und ein Sirlon Rib-Eye Steak. In Summe fast 1,5kg Fleisch - GEIL!
Das Sirlon wird nach 10Min gewendet und die NY Stripe kommen drauf.
Mit einem frischen Salat der Saison - LECKER!

25.-28.08. - Leelanau Peninsula / Leelanau State Park
Wir machen uns erst einmal wieder in den Urlaub in Richtung Norden der "Lower Peninsula" und der "Upper Peninsula (UP)" auf.

- Leelanau Peninsula Wine Trail
Wir fahren auf der M22 immer entlang der Westküste Michigans - sehr schön!

Viele Häuser sind hier künstlerisch gestaltet

Weingut 45 North
Idyllische Blicke auf den Lake Michigan
Leuchtturm an der Spitze der Leelanau Peninsula im State Park
- Hiking Tour über die Sleeping Bear Dunes







- Zwischenuebernachtung auf dem Weg zur "UP"
- sehr unruhige Nacht mit starkem Regen und Sturm, wir ueberlegen sogar, ins Auto umzuziehen
- genau zum Zeitpunkt als der Wecker klingelt, hoert der Regen auf und er beginnt sich aufzuziehen

Unser Zeltplatz ist mal wieder ...
... direkt hinter den Dünen
Das genießen wir mit einem Tropfen Kirschwein.
30.08. - 01.09. - Pictured Rocks National Park
- Übernachtung in Munising auf dem Munising Tourist Park Campground
- 10 Mile-Hiking Tour entlang der Lake Superior Küste (Mosquito Trail)







- Speedbootfahrt mit Riptide Ride um die Grand Island

Die 360°-Spins machen den Kindern Spaß ... und sie natürlich auch auch naß!

Seltenheit: 2 Weißkopfseeadler entspannen sich auf einem Ast
Wir fahren unter einem Wasserfall durch ...
 

Kann ein Tag schöner enden?
- Pasties bei Muldoons Pasties
- Rückfahrt nach St. Ignace entlang der Küste des Lake Superiors über Grand Marais


Anja beim Steine suchen am Lake Superior
Die Mackinac Bridge war bei Ihrer Erbauung 1957 die Brücke mit der weltweit größten Spannweite und ist größer und fast 3-mal länger als die Golden Gate Bridge in San Francisco.


Mackinac Bridge bei Nacht

- Tagesausflug auf die Mackinac Island
Sicht auf Mackinac Island bei der Ankunft
Eine schoen gemachtes Oertchen im Stile einer Westernstadt ...
... welche man nur zu Fuss, mit dem Fahrrad oder einem Pferdewagen erkunden kann.

Fort Holmes, ein Wahrzeichen des Kampfes der "Natives" gegenueber den Briten
Können es einfach nicht lassen.
Im Grand Hotel wohnen die Schönen und Reichen ,,,
Vielleicht die Beiden hier ...
Die Kinder drücken sich die Nasen platt - Zubereitung des weit berühmten Fudge.
Kleine Pause im Cafe-Haus mit Blick auf den Hafen
Bloody Mary mit Bacon and Fries - Schräg aber lecker!
In unseren letzten Urlaubsnacht schüttet es dann wie aus Eimern ... das super Zelt hält allerdings der Nässe stand, so dass wir dann am Morgen schnur-stracks ins Auto umziehen und Marko im strömenden Regen schnell das Zelt abbaut.
Aus dem Trockenen heraus fotografiert ...
So geht unser erster Urlaub in der neuen Welt zu Ende.
Am Freitag klart es wieder auf und wir hängen noch ein wenig zu Hause bzw. im Garten rum.