Der Indian Summer ist eine warme und trockene Periode im späten Herbst, in der sich die Blätter der Laubbäume von ihrem sommerlichen Grün in ein helles Gelb oder ein tiefes Rot färben. Dies erfolgt üblicher Weise innerhalb von 2 Wochen nach den ersten kalten Nächten, bevor das Wetter dann total umschlägt und der Winter einzieht.
Entsprechend des "American Way" gibt es hierfür eine Internetseite, auf der man sich die aktuellen Informationen abrufen kann. Also machen wir uns auf den Weg in Richtung Norden und fahren die M119 - "Tunnel Of Trees" von Petoskey -> Harbor Springs -> Good Hart -> Cross Village -> Bliss -> Cecil -> Mackinac City.
| Eingang in den "Baumtunnel", einer schmalen, von Bäumen gesäumten Strasse ... |
| ... entlang des Lake Michigan. |
| In den Dörfern entlang der Westküste Michigans sind kleine niedliche Bauernlädchen zu finden. |
| Die ersten bunten Blätter sind bereits im "grünen Baummeer" zu finden. |
| Überall werden Kürbisse angeboten. |
| Die Mackinaw-Bridge von der Lower Peninsula am Lake Huron aus gesehen. |
Übernachtung im Hotel Mackinaw City Beach&Bay mit Blick auf den Lake Huron und die Mackinac Bridge.
Abends gehen wir in den Dixie Saloon essen.
Es nieselt den gesamten Sonntag, doch die Temperaturen liegen bei ca. 10.15°C bei viel Wind an der Küste. Wir entscheiden uns, die M119 wieder zurückzufahren, um den Tunnel Of Tree von der anderen Seite zu sehen.
Auf den Rückweg begegnet uns am Wegesrand die Pumpkin-Farm Pond Hill. Wir schlendern über die Kürbisfelder und genießen Pumpkin-Donuts, trinken frischen Apfelsaft bzw. Apfel-Cider und erwerben verschiedene Kürbisse für unsere Hausdeko ...
05.-19.10.: Familie Ludwig + Susi zu Besuch
Oma + Opa Grüna reisen mit Susi im Gepäck an und verbringen zwei Wochen mit uns. Anja spielt den Reiseführer und zeigt den Dreien alles Sehenswerte rund um unser neues Zuhause auf Zeit. Das Wetter meint es sehr gut mit uns und der Indian Summer hält jetzt so richitg Einzug.
Wir holen die auf der Pond-Hill Farm erworbenen Kürbisse aus der Garage und verzieren sie.
05.-09.10.: Herbsteindrücke
Herbst auf der Three Cedars Farm
Herbstdekoration bei uns zu Hause ...
09.-11.10.: Wir haben den Indian Summer gefunden ...
Das Wochenende verbringen wir zu Siebt noch einmal im Norden und reisen dafür schon Freitagabend an.
Bei Megawetter holt der Herbst alles aus der Trickkiste was irgendwie geht und beschert uns zwei superschöne Tage, die noch dazu beide mit einem Supersonnenaufgang beginnen. Da hat sich der tiefe Griff ins Portemonnaise fürs Hotelzimmer doch gelohnt.
| Herrlicher Sonnenaufgang, direkt vom Bett im Hotelzimmer. |
Hier ist gerade das letzte Wochenende der Saison - dann wird die Insel sozusagen dichtgemacht und wie leergeräumt. Wir schlendern durch die Straßen, fahren mit einer Kutsche umher und 4 von 7 besichtigen noch das geschichtsträchtige Fort Mackinac.
| Blick vom Fort Mackinac auf den Hafen. |
| Der Sonnenaufgang am Sonntag ist noch einmal besser. |
| Lake Huron ... |
| ... schöne Sandstrände ... |
| ... und bunte Wälder. |
| Cabrio-Feeling |
University Of Michigan Wolverines - Michigan States Spartans
Heute ist der Tag der Tage - es treten die zwei heimischen Mannschaften gegeneinander an. Auch bei uns gibt es geteilte Fanlager. Till hat sich auf die Seite der Spartans geschlagen, während der Rest den Wolverines zujubelt.
Der Preis für Karten für dieses Spiel liegt in der Höhe einer halben Monatsmiete für unser Haus (und das ist nicht wenig), so dass wir uns auf das Spektakel vor dem Spiel beschränken. Also auf nach Ann Arbor bei etwa 5 Grad und Wind.
Außerdem ist heute Hochzeitstag von Oma und Opa, so dass wir nach dem Blau-Gelben Farbrausch noch ins Deadwood Bar & Grill gehen und dort sehr schön essen und natürlich das Spiel anschauen. Am Ende haben die Wolverines durch einen Touchdown der Spartans in letzter Sekunde 23 - 27 verloren. Einer jubelt!
Den Sonntag verbringen wir in Detroit und zeigen unseren Gästen das Schöne und auch das weniger Schöne dieser Stadt. Am Abend gibt es ein Abschiedsessen im Rusty Bucket in Northville mit Hennessy Cognac für Opa Heiner.
19.10. bis 25.10.:
Am Montag heißt es dann Abschied nehmen und den Besuch wieder zum McNamara Terminal begleiten. Abschied ist ein scharfes Schwert und so fließen auch Tränen und alle sind sehr traurig. Noch mitten in diesem Gefühl fahren wir dann vom Flughafen zurück und kommen zunächst nicht weit, da die Polizei mit der Geschwindigkeit des Autos nicht einverstanden ist. Anja wird also von einem netten Police-Officer angehalten und über die überschrittene Geschwindigkeitsbeschränkung belehrt und verwarnt. Die Verwarnung kostet dann geschmeidige 140 Dollar und 2 Punkte, was wir zu dieser Zeit aber noch nicht wissen. Der Officer übergibt Anja ein Stück Papier mit dem zarten Hinweis darauf, dass sie sich binnen 14 Tagen im Court Romulus zu melden habe. Anja geht ja ganz gern mal zu einem Gericht, allerdings weniger in eigener Sache.
Der 19.10.2015 wird also länger in Erinnerung bleiben.
Ansonsten verläuft die Woche nach nun ja schon bekanntem Muster. Wir schaffen es allerdings endlich mal, den Wasserturm von Novi zu fotografieren. Jede Stadt hat ihren eigenen Wasserturm, der den Wasserdruck in den umliegenden Haushalten sicherstellen soll - was allerdings nicht immer klappt.
Außerdem ist am Donnerstag Parent-Teacher-Conference in der Middleschool. Klingt schlimmer als es ist. Alle Lehrer stehen oder besser sitzen für Gespräche zur Verfügung und bestätigen einem kurz und knapp, dass alles passt und we great our children are. Super - da freuen sich doch Papa und Mama!
23.10.: Basketball Pre-Season Spiel Detroit Pistons gegen Atlanta Hawks
Nun geht sie los - die Basketballsaison und natürlich nehmen wir auch das mit. Marko und Till fahren nach Auburn Hills zum Heimspiel der Pistons und lassen sich vom Basketballfieber anstecken.
24.10.: Halloween Parade in Northville
Heute ist in Northville die Generalprobe für Halloween. Auch da müssen wir natürlich hin, was bedeutet, dass wir mit Wecker aufstehen müssen, um rechtzeitig zur Parade zu sein.
Diese findet in Downtown Northville statt und wird von der Zahnfee und ihrem nicht ganz so sympathischen Fahrer angeführt.
Leider regnet es, so dass die Teilnehmerzahlen überschaubar sind.
Nach der Parade ist große Trick or Treatschlacht in den extra dafür vorbereiteten Geschäften in Downtown und die eigens dafür erworbenen Halloweenbeutel werden gut gefüllt.
Außerdem ist das eine gute Gelegenheit, die Skeletons zu fotografieren, die überall in Northville aufgebaut sind und zum Teil äußerst bizzare Gebilde darstellen.
Halloween ist hier schon ne echt große Nummer!
Am Sonntag gilt erst alle Kraft den Hausaufgaben und danach fahren wir nach Ann Arbor und feuern Marie Richter beim letzten Soccergame der Saison an. Danach fahren wir noch mit zu Richters und stoßen auf Maries Geburtstag vor zwei Tagen an.
26.10. bis 01.11.:
Auch diese Woche verläuft wie gewohnt.
Besonders ist aber die Spiritweek in der Middleschool. Für jeden Tag gibt es eine Farbe oder ein Motto, nach dem sich gekleidet werden soll. Wir versuchen, recht und schlecht die Vorgaben umzusetzen: den Pink-Day verweigert Till dann doch. Am Freitag dürfen die Halloweenkostüme getragen werden und die 6er machen noch ne Party rund um Halloween.
31.10.: Halloween
Endlich ist es soweit - Halloween!
Den ganzen Tag werden Kürbiskekse und Hexenfinger gebacken und Dekos für den Abend entworfen. Außerdem haben wir Nürnberger Christkindlglühwein gekauft und AppleCider für die Kids.
| Die Männer backen. |
| Pumpkin-Cookies und ... |
| ... Witch-Fingers |
| Die Hexe arbeitet an ihrem Kostüm ... |
| Das Werk ist vollbracht !!! |
Hanna und Till sind erst doch leicht verwirrt als es endlich losgeht und ziehen nur gemächlichen Schrittes los. Dann beginnt es auch noch zu regnen - erst sachte und harmlos, dann aber mit aller Macht ...Wir sitzen in der Garage und warten auf Kinder und Eltern, um Kekse zu essen und Glühwein zu trinken. Leider macht uns da auch der Regen einen Strich durch die Rechnung. Unseren Nachbarn geht es nicht anders. Auch sie sitzen in der Garage und warten. Nachdem es immer stärker regnet und kaum noch Kinder kommen, verlegen wir unsere Sitzplätze in die Garage der Nachbarn und dann schnell von dort in deren Küche. Es kommt auch noch ein anderes Paar dazu. Wir verbringen zusammen einen lustigen und schon recht rotweinhaltigen Abend.
Die Kinder haben wir natürlich zuvor zum gemütlich Filmgucken auf unser Sofa gepackt. Sie sind danach allein und ohne Theater ins Bett gehuscht. Schon schön, wenn man zwei "große" Kinder hat.


